Partyportionen

Montag, 12. Mai 2008

Lebenslinien

Herrje, es scheint wirklich das Alter zu sein. Heute ist offensichtlich schon der zweite Überhangtag ... ich hänge ganz weit über. Mein Hirn fühlt sich wie mit einer gallertartigen Masse gefüllt und ich bemühe mich, die Gedanken in eine geordnete Richtung zu lenken um einen kleinen Wochenendbericht zu verfassen.

Freitag Abend:
Dieser Abend hätte belangloser nicht sein können. Auch wenn wir mit lieben Freunden da waren, hat die Gesamtatmosphäre einfach nicht gestimmt. Ich kriege negative Gänsehaut, wenn ich beobachten muß, wie ein Haufen schlecht frisierter Frauen beim ersten Klang von "It's raining Men" überfallartig auf die Tanzfläche stürmt, wenn dann dieser unsägliche Discosong noch von einer drittklassigen Kirmesband zum Besten gegeben wird, dann muß ich meinen Würgereflex unterdrücken. Ich kann einfach nicht anders. Andere können keinen Aldi-Wein trinken. So hat eben jeder eine andere Schmerzgrenze ;-)

Samstag:
Klassentreffen. 20 Jahre. Uff. Da ich schon am Donnerstag packen mußte und ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht entscheiden konnte, welches meiner 87 Outfits mich am schlankesten, best-gekleidetsten, best-aussehendsten, erfolgreichsten und begehrtesten aussehen läßt, mußte ich eine Auswahl davon in den Koffer nach Schleppdorf packen. Aber dann war es so heiß, daß ich einfach nur irgendwo hingriff und eines meiner Bequemoutfits trug. Einfach menschlich dachte ich, ist am besten.
So wie es im Leben dann immer passiert, wenn man die schlimmsten Befürchtungen hat, treten die meistens nicht ein. So ist das eben mit Erwartungshaltungen. Ganz im Gegenteil sogar. Es war schön. Wirklich schön. Auch wenn ich mich noch nicht mal mit der Hälfte des Ex-Jahrgangs unterhalten wollte konnte, hatte ich eine gute Zeit. Am meisten beeindruckt hat mich die Tatsache, daß niemand dabei war, der richtig auf die Kacke gehauen hat und ein tolles Leben vorgetäuscht hat, jeder hat ein bisschen von sich preis gegeben, da gab es Brüche, Lebenslinien, verworfene Träume, Erfahrungen ... und am Ende stehen doch alle gut da. Wie schön.
Nur in dem Moment, als die Kinderfotos durch die Reihen gereicht wurden, habe ich mich etwas komisch gefühlt (Augen rollen verboten!).
Die meisten haben schon recht früh das Feld geräumt. Doch ich bin irgendwie in dem Haufen gelandet, der bis früh morgens an der Theke stand und weitergefeiert hat. Ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht. Es war wirklich lustig. Erst als die Vögel lautstark zwitschernd den neuen Tag einläuten wollten und die Sonne drohte, am Horizont aufzugehen, stieg ich in ein Taxi.
Bei einem waren sich übrigens alle Beteiligten einig:
Schule - nie wieder. Die Zeit zurückdrehen. Nö. Sich bald mal wiedersehen ... vielleicht.
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Sonntag, 6. April 2008

Taxe ohne Döner

Das Jahr 2008 scheint ja das Jahr der Partys zu werden. Gestern Abend war mal wieder eine - und einige Weitere sind bereits in der Pipeline - melde gehorsamst: im Jahre 40 nach Schlepp Geburt: Sozialleben weitgehend unter Kontrolle.

Thema des Abends war ein 40. Geburtstag. Ich bin ja ein großer Freund von Wohnungspartys und ganz besonders dann, wenn Frau M. (persönliche Musikbeauftragte, Musikredakteurin und Nerd der 1. Stunde ;-) an den Turntables (euphemistisch für CD-Spieler) sitzt. Das kann dann für mich nur bedeuten, daß meine Schultern bereits ohne die Kraft des Alkohols anfangen zu zucken. Letztlich war ich sogar so mutig, mich als erste auf die Tanzfläche zu begeben.

Kaum zu glauben aber wahr, in den früheren Morgenstunden räumten wir fast als letztes die Partyarena, bestellten uns zwei Taxen (Herr P. hat mir nämlich untersagt mir wieder nachts torkelnd und alleine im Frankfurter Bahnhofsviertel einen Leichtsinns-Nachtdöner zu kaufen) in unterschiedliche Richtungen und ich fuhr noch fast nüchtern nach Haus.

Dennoch - gelungen würde ich sagen. Der Vorteil ist außerdem, daß der Tag heute noch für viele andere Dinge nutzbar ist.
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Sonntag, 30. März 2008

Landpart (ie) y

Wenn man älter wird, dann macht es einem eigentlich nix aus, seine Samstagabende gelegentlich fernab der Realität in liegender Sesselpubser-Haltung in die Glotze schauend zu verbringen. Gestern wäre so ein Abend gewesen, wo mir das sicher nix ausgemacht hätte. Stattdessen rief die Pflicht und ich startete um Punkt 18.00 Uhr mit einem aufwendigen Styling-Programm und kurz nach 7 brachen wir dann mit (Schlaf)sack und Pack auf in Richtung Marburg ... bzw. einen beschaulichen Vorort davon.
Guter Dinge betraten wir die hübsch dekorierte Partyarena ... ich erblickte einen vollen Pott mit Caipirinha-Bowle (gibts das überhaupt?) ... also jedenfalls war da eine Glasschüssel voller Limetten, zerschossenem Eis und Rum, daneben liebevoll angerichtet ein Schüsselchen brauner Rohrzucker. Ich machte mich also Kelle für Kelle daran, diese Schüssel auszutrinken ... war auch den gereichten Jägermeistern nicht abgeneigt (Zwischenfrage ... wieviele Trendschnäpse wird es wohl noch geben?) rauchte mir die Lungen wund und spülte das ganze mit etwas Bier herunter.

08-03-29-Landpart-ie-yAuf diese Art und Weise zwangsbelustigt ... (hey ... du ... ich kann auch ohne Alkohol und außerdem war ich schon vorher gut drauf, ne) sank auch mein Widerstand gegen die gereichte Musik, bestehend aus Jamiroquai und Melissa Etheridge ... obwohl ... nein ... soweit gehe ich dann doch nicht. Ich erblickte einen Bravo-Feten-Hits Sampler und arbeite fortan mit dem was ich zur Verfügung hatte ... und fing an zu tanzen. Selbst Herr P. tummelte sich als Tanzbär.

Irgendwann machte aber ein Duracell-Häschen nach dem anderen schlapp ... nur die alte Tante Schlepp hopste weiter fröhlich vor sich hin. Manchmal frage ich mich ob das ein Fehler im System ist ... oder wie läßt es sich erklären, daß ich es bis halb 7 in der Früh ausgehalten habe? (Neue Zeitrechnung versteht sich ;-)

Heute morgen mußte ich dann erstmal das stinkende Eichhörnchen wegschrubben, welches sich bereits nach kurzem Schlaf frech in meiner Mundhöhle eingenistet hat. Außerdem wurde mir erst dann das gesamte Ausmaß der Katastrophe bewußt. Regel für die Zukunft, niemals mehr nach einer Party bei Menschen übernachten, die keine Spülmaschine besitzen *g*
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Sonntag, 9. März 2008

In Between Days

Es war ein dufter Aaa-abend ... ohoh ...
du holtest Nüss-schen ... oh-oh -
aus dem Wohnzimmerschra-ank,
und tatst sie in ein Schälschen ...
ich sagte vielen Da-ank.

Sicher, man kann auch ohne Alkohol fröhlich sein, aber es erleichtert den Start in die große Karaoke-Karierre ungemein. Habe gestern noch ein Mikrophon bekommen (für das ich mich recht herzlich bedanke) und so konnten wir fröhlich im Duett singen.
Der Herr P. mit tiefem Bariton und ich in einer schillernden Alt-Stimme. Ich sag nur ... "Something Stupid" ... wirlich herzzerreißend. Ach und dann noch der bezaubernde Harmoniegesang von Frau H. Übrigens unser einziger Partygast, nachdem ja wie schon angekündigt, die andere Hälfte abgesagt hatte.

Das Prinzip ist einfach. Verstärker, Zwei Mikrophone, ein Computer ... schon findet man im www nahezu unbegrenzte Möglichkeiten an untertitelten Videos in teilweise erbärmlicher Komposition. Manche der Tracks "In the Style of" sind eher was für schmerzunempfindliche Ohren, so hätte sich Herr Smith, wäre er schon tot, sicher im Grabe herumgedreht über die verhohnepiepelung von In Between Days auf der Bontempi-Heimorgel.



Was auch für großen Spaß sorgt, ist die Bohemian Rhapsody auf zwei Mikrophonen, auch wenn Freddie Mercury (Gotthabihnselig) für mich einen ähnlichen musikalischen Stellenwert hat wie Tina Turner (Tina-halts-Maul).
Frau H. war jedenfalls so begeistert vom großen Singvergnügen, daß sie etwa 55 Mal hintereinander verkündet hat, daß sie sich am Montag unbedingt auch ein Mikrophon kaufen will.

Ein kleiner Dank geht hier auch noch mal an die gesamte Nachbarschaft, die das bis morgens um halb vier ertragen haben. Es hat aber auch so verdammt viel Spaß gemacht.

Heute morgen bin ich dann mit einem wirklich ganz fiesen ekligen Kopfschmerz aufgewacht und konnte mich erst mit einer Kombination unterschiedlicher Schmerzmittel, kalten Lappen und Schläfenpaste wieder zum Einschlafen bewegen.

Bis um halb zwölf zu schlafen werte ich in meinem Alter übrigens als Erfolgserlebnis. Schließlich zwingt einen ja sonst die senile Bettflucht oft schon viel früher aus den Federn.

Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen wundervollen Abend.
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Samstag, 8. März 2008

Sing-Sang

Gleich wird hier zum großen Karaoke-Halali geblasen. Auch wenn die Hälfte unserer Partygäste abgesagt haben, wir werden das Blut in den Adern gefrieren lassen, angesichts meiner glasklaren Stimme, die ich bereits gestern Abend bei der Generalprobe gut trainiert habe. Jetzt jucken die Stimmbänder allerdings etwas.
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Samstag, 24. November 2007

Nacht-Trümmer

Mit meinem neu erstarkten Selbstwertgefühl und der dazugehörigen Ausgehlaune begab ich mich gestern Abend auf eine Lesung. Nachdem dies bei Eiseskälte in einem kargen Seitenraum vollzogen war, begann der gemütliche Teil des Abends. Irgendwann blieben nur noch Frau M. und ich übrig und so tranken wir fröhlich weiter. Es ist schon merkwürdig, was sich zur Zeit in deutschen Lokalen abspielt, verzweifelte Inhaber versuchen auf Biegen und Brechen einen Raum abzugrenzen und ihn dem scheinbar größer werden Grüppchen an Rest- und Gelegenheitsrauchern anzubieten. Dies war dann unser Fluchtpunkt und so saßen wir dort bis weit nach Mitternacht und führten wirre Gespräche. Und auch wenn dann irgenwann einige Betrunkene meinen Namen im Chor riefen ;-), ich solle doch noch bleibe, zog mich der Hunger nach Hause. So wankte ich mit deutlicher Schlagseite nachts alleine durchs Frankfurter Bahnhofsviertel. Manche mögen dieses für leichtsinnig halten. War es wahrscheinlich auch, aber es hielt mich nicht davon ab, mir in der Kaiserstraße einen Nacht-Döner zu kaufen. Weltoffen und Großstadterfahren *g* wie ich ja nun mal bin hat es mich auch nicht weiter belastet.

Was mich dann doch etwas geärgert hat, waren die 5 Proleten Männer in einem vorbeifahrenden Auto die mir auf einmal hinterhergegrölt haben "Ey du in der roten Jacke ... bleib doch mal stehen ... f*** dich ... " und so weiter und so weiter. Es ist einfach unglaublich wie manche Menschen so drauf sind, können die sich nicht denken (auch wenn sie wahrscheinlich harmlos waren), daß man sich als Frau nachts alleine auf der Straße davon möglicherweise bedroht fühlt. Jaja, ich weiß ... was mach ich da auch alleine ... blabla ... aber ist das nicht auch einen Form von Gewalt?

Sie fuhren glücklicherweise in eine andere Richtung und so zog ich schmatzend weiter durch die dunkle Nacht, vorbei an der glitzernden Skyline über die Brücke nach Dribbdebach.

Der heutige Samstag wird ganz im Zeichen von weihnachtlichen Vorbereitungen stehen. Gleich gehe ich mal in die Stadt und schaue dort nach dem Rechten. Mal sehen ob sich was finden läßt.
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Wechselwirkungen

Zum Glück habe ich...
Zum Glück habe ich einen lebendigen Wecker. Chris...
Monsterkeks - 16. Mai, 11:32
Regen. Donnergrollen....
Regen. Donnergrollen. Was für fremdartige Wortschöpfungen....
C. Araxe - 15. Mai, 23:23
Da wollte dir dein Unterbewusstsein...
Da wollte dir dein Unterbewusstsein mal was Gutes tun,...
Zuna - 15. Mai, 23:14
Donnergrollen
Wenn man Samstags oder Sonntags am frühen Morgen...
schlepp - 15. Mai, 22:54
Aua ... nich so fest....
Aua ... nich so fest. Geht doch schon wieder.
schlepp - 15. Mai, 22:42
*tritt Frau Schlepp in...
*tritt Frau Schlepp in den werten Hintern* Welch Zufall...ich...
caliente_in_berlin - 15. Mai, 09:40
Frühjahrsmüdigkeitsding
Irgendwie mag ich diese Woche nicht ... oder die Woche...
schlepp - 14. Mai, 21:26
Lebenslinien
Herrje, es scheint wirklich das Alter zu sein. Heute...
schlepp - 12. Mai, 17:42

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