Montag, 28. April 2008

Scheiße passiert unverhofft

Wenn man wie ich aus einer Familie kommt, in der ausgiebige Neurosen über mehrere Generationen gepflegt wurden, wenn man jahrzehnte lang gelernt hat, Dinge eher vom pessimistischen Ansatz her zu betrachten, wenn man eine Mutter hat, bei der ein paar Kopfschmerzen schon mal als Augentumor fehlinterpretiert werden, wenn man über eine große Menge an Onkels und Tanten verfügt, die alle so ihre possierlichen theatralischen Eigenarten haben, wenn man mit einer männlichen Drama-Queen liiert ist und wenn man gerlernt hat, sich über "nix" den ganzen Tag den Kopf zu zerbrechen, dann ist das eigentlich Tragische an der ganzen Sache nur, daß dieser Tag heute einfach super gelaufen ist *g*

Mein Fehler hat sich als unwesentlich herausgestellt. Die heutige Besprechung (wegen der ich am morgen die Kleiderfrage mindestens 10 Minuten länger als üblich gestellt habe) ist gelaufen wie geschmiert. Die Leute haben zugehört, kritisiert, zugehört, Kritik verworfen, zugehört, Fragen gestellt ... und zum Schluß hatte ich se alle inn' Sack.

Wenn ich mich doch nur nicht immer so verrückt machen würde.
Herr P. titelte heute sehr treffend: "Verrückt machen lohnt nicht (sagt der Richtige ;-) ... Scheiße passiert unverhofft."
einsortiert unter: Dramatüten
Zuna - 30. Apr, 19:29

Lernen fürs Leben

Vielleicht ist so eine Familie ja die beste Schule für das Leben? Wenn man in einer heilen Welt aufwächst, in der alles glatt läuft und dann irgendwann vor die Tür tritt und das ganze Elend vor Augen hat, dann ist man doch hoffnungslos verloren! Insofern ist der Pessimist der Realist der heutigen Zeit und wenn es nur besser werden kann, dann freut man sich. Und man denkst sich dann: So schlimm ist das alles ja doch nicht. Und wie fühlt man sich dabei? Super!

schlepp - 1. Mai, 10:45

Mein Beitrag ist natürlich, wie es sich für einen Drama-Menschen gehört, ordentlich übertrieben. Und eigentlich bin ich in einer sehr heilen Familie aufgewachsen. Es ist allerdings eine Tatsache, daß die Menschen in dieser Familien, zumindest mütterlicherseits, eher pessimistisch sind.
Ich teile eigentlich nicht die Einstellung, daß Pessimisten eher die Realisten sind. Ich glaube, daß die Angst vor Enttäuschungen mißtrauisch macht ... und ob man sich dabei immer super fühlt, wage ich zu bezweifeln.
Im Grunde meines Herzens gehöre ich eigentlich eher zu den Optimisten ... naja hätte ich jedenfalls gerne.
Also nix für ungut. Ich freue mich über deinen Kommentar, aber ein bisschen Widerspruch ist ja wohl erlaubt ;-)
Zuna - 1. Mai, 15:35

Oh mein Gott, Widerspruch ist natürlich verboten! Wo lebst du denn eigentlich? Das ist doch ein Drama! ;-)

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Zum Glück habe ich einen lebendigen Wecker. Chris...
Monsterkeks - 16. Mai, 11:32
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