Montag-Morgen-Odyssee

Der erste Satz, der mir normalerweise als erstes an einem Montagmorgen in den noch völlig verschlafenen Sinn kommt: "Wenn’s Montag früh schon mit Aufstehen anfängt, wie schlimm kann’s da werden." - Normalerweise.

Heute Morgen rappelte um punkt 6 der Radiowecker und der Nachrichtensprecher begrüßte mich fröhlich mit den Worten:
"Schneechaos im Rhein-Main-Gebiet ... Autofahrer mit Sommerreifen ... Glatteis ... Querstehende LKW ... Vollsperrung ... bla ... bla ... bla" - Ich starre ungläubig auf den Radiocubus. Sollndas. Traum ... oder was? - Herr P. räkelt sich lasziv und ordnet an, daß Frau Schlepp heute Zuch fährt. Toll. Gut, daß ich meine ganzen Besprechungsutensilien schon am Freitag mitgenommen habe. Nachdem ich dann realisiert habe, daß ich offenbar nicht die letzten Monate verschlafen habe ... wir immer noch April haben und ich auch nicht träume musste ich mich wohl oder übel dem gemeinen Montagmorgenschicksal fügen.

Ich schlich also missmutig ins Bad, befand nach kurzem Blick in den Alibert, daß Haarewaschen angesichts dieser Umstände unnötig ist, entschied mich für eine schnelle Dusche, das kleine Beauty-Programm und schmiss den Computer an, auf der Suche nach einer zügigen Zugverbindung.

Bäääääh. Ich mag nicht. Auf solch widrige Umstände muss man sich doch vorher einstellen können. Hab ich irgendwie echt verpasst diese Winterprognosen. Dabei hatte mich Frau H. gestern noch am Telefon gefragt, ob es bei uns auch schneit ... und ich hatte noch großspurig gesagt, daß wir hier in FFM sowieso fast nie Schnee haben.

Wassolls. Ich griff mir also meinen rollbaren Aktenkoffer (Spießerutensil) und die Planrolle (cooles Architektenutensil, welches das vorgenannte quasi neutralisiert) ... füllte meinen noch lässigeren Thermomug mit heißem Kaffee und stiefelte Richtung Hauptbahnhof ... um was ... ja um was zu erfahren?

DASS DER VERDAMMTE ZUG ... den ich mir ausgesucht hatte ... na was schon ... AUSFÄLLT. Grummel. Das heißt ... vollgestopfte S-Bahn fahren. Diese kam dann endlich mit reichlich Verspätung, musste natürlich an jeder erdenklichen Hundehütte halten und verharrte kurz vor dem Ziel noch minutenlang auf schneebedeckter Strecke.

Dass zum Abschluss auch noch der Aufzug in den 4. Stock gesperrt war, ist eine Erwähnung im Blog wert, denn es setzt meiner kleinen bescheidenen Anreiseodyssee irgendwie einen putzigen Schlusspunkt.

Dass ich letztendlich zu spät kam, soll hier ebenfalls nicht unerwähnt bleiben ... nur gut, daß heute Morgen alle Beteiligten ihre eigene ganz persönlich kleine Anreisegeschichte zum Besten geben konnten.

Ich will jetzt Frühling, aber Dalli.
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