Ein unmoralisches Angebot
Vor ca. 13 Jahren habe ich am schwarzen Brett meiner bayrischen Ausbildungswerkstatt einen Aushang über ein Gesuch als studentische Mitarbeit gefunden und mich sogleich per Telefon darum beworben. Beim Vorstellungsgespräch saß ich dann zwei unheimlich seriös wirkenden Herren gegenüber, die nicht viel älter waren als ich und gerade einen Wettbewerb gewonnen hatten, und damit einen Riesenauftrag an Land gezogen hatten. Da ich die beiden nicht unbedingt sympathisch fand, schraubte ich meinen Verdienstvorstellungen entsprechend hoch.
Zu meiner Überraschung meldeten Sie sich noch am selben Abend telefonisch und gingen auf meine Forderungen ein. Es war finanziell so verlockend (Studenten müssen sich ja irgendwie ihre Reisen finanzieren) und ich fing dort an zu arbeiten.
Im Nachhinein kann ich sagen, daß das die besten Chefs waren, die ich jemals hatte. Nicht daß ich meine jetzigen nicht auch sehr mag, aber damals war es etwas besonderes. Es ging sehr familiär zu und ich hatte sehr viel Spaß mit der Arbeit. Immer wieder und wieder kamen Sie auf mich zurück und versorgten mich auch in schweren Zeiten mit kleinen Arbeitshäppchen.
Soviel zur Vergangenheit. Bekomme ich doch gestern eine Mail, in der ich mal wieder gefragt werde ob ich nicht arbeitstechnisch verfügbare wäre. Mpf. Was soll ich dazu sagen. Ich fühle mich unglaublich geschmeichelt und gebauchpinselt. Sogleich habe ich zurückgeschrieben, daß ich mich naürlich freue, daß man an mich gedacht hat ... ich aber eben momentan sehr sehr sehr zufrieden und glücklich bin mit meinem aktuellen Job.
Einerseits schade ... denn ich würde sehr gerne wieder für einen der damaligen Bosse arbeiten, zumal wir damals wirklich das Gefühl hatten, mit guter Architektur die Welt ein bisschen besser machen zu können. Und da ich grundsätlich eher eine Idealistin bin ...
Andererseits ... toll, ich kann etwas mit gutem Gewissen ablehnen, weil ich mit dem was ich tue zufrieden bin - It's been a long way, baby.
Tolles Gefühl. Mußte heute mal raus. Die Sonne scheint so schön.
Zu meiner Überraschung meldeten Sie sich noch am selben Abend telefonisch und gingen auf meine Forderungen ein. Es war finanziell so verlockend (Studenten müssen sich ja irgendwie ihre Reisen finanzieren) und ich fing dort an zu arbeiten.
Im Nachhinein kann ich sagen, daß das die besten Chefs waren, die ich jemals hatte. Nicht daß ich meine jetzigen nicht auch sehr mag, aber damals war es etwas besonderes. Es ging sehr familiär zu und ich hatte sehr viel Spaß mit der Arbeit. Immer wieder und wieder kamen Sie auf mich zurück und versorgten mich auch in schweren Zeiten mit kleinen Arbeitshäppchen.
Soviel zur Vergangenheit. Bekomme ich doch gestern eine Mail, in der ich mal wieder gefragt werde ob ich nicht arbeitstechnisch verfügbare wäre. Mpf. Was soll ich dazu sagen. Ich fühle mich unglaublich geschmeichelt und gebauchpinselt. Sogleich habe ich zurückgeschrieben, daß ich mich naürlich freue, daß man an mich gedacht hat ... ich aber eben momentan sehr sehr sehr zufrieden und glücklich bin mit meinem aktuellen Job.
Einerseits schade ... denn ich würde sehr gerne wieder für einen der damaligen Bosse arbeiten, zumal wir damals wirklich das Gefühl hatten, mit guter Architektur die Welt ein bisschen besser machen zu können. Und da ich grundsätlich eher eine Idealistin bin ...
Andererseits ... toll, ich kann etwas mit gutem Gewissen ablehnen, weil ich mit dem was ich tue zufrieden bin - It's been a long way, baby.
Tolles Gefühl. Mußte heute mal raus. Die Sonne scheint so schön.
schlepp - 16. Feb, 13:31
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