Im Kittchen ist kein Zimmer frei
Kam ich also gestern von der Schicht, nichts böses ahnend trabe ich die letzten Treppenstufen hoch ... öffne die Tür, begrüße meinen Zukünftigen und frage was es zum Essen gibt *g* ... anyway ... er sagt: "Du hast Post." - Ach was wird das schon sein ... flöte ich noch fröhlich, mich immer noch an der Tatsache erfreuend, daß ich langsam damit beginne die Weihnachtshüften einzuschmelzen ... da erblicke ich Ihn ... DA .... DAAAAA .... iiiiiiiiiiiiiiiih ... Ekel überkommt mich *würg*.
Ein chlorfrei gebleichter Umschlag im DL-Format liegt da unmotiviert auf dem Bürotresen ... ok, denke ich also, Ruhe bewahren, nicht aufregen. Sicher wollen die dir nur mitteilen, daß sich irgendeine Adresse geändert hat. Während ich mir also noch Mut zuspreche öffne ich zitternd den Umschlag ... und es trifft mich wie ein Paukenschlag. Vor meinem geistigen Auge ergeben sich Bilder von schwedischen Gardinen, von gestreiften unförmigen Hemden, ich denke über meine künftigen Zellengenossen nach und mache mir Mut, indem ich denke: was Paris Hilton schafft, schaffe ich auch.
Worum es in dem Brief ging ist eigentlich unwichtig. Wichtig ist die Tatsache, daß ich mich total verrückt gemacht habe, wie das nun mal meine vollkommen übertriebene Art ist. Ich habe die gesamte Nacht im Geiste Verteidigungsreden formuliert, um heute Morgen geläutert und voller Schuldgefühle zu Kreuze zu kriechen ... um dann gesagt zu bekommen: "Ok, Frau Schlepp, halb so schlimm, sie reichen das nach ... schöntachauch!" - "Wie? Ich muß nicht ins Gefängnis?" - *stutzt* - *hatskapiert * - Vollkommen erleichtert wälze ich mich imaginär rücklings auf der Wiese, mein geistiges Ohr ruft den Song "I feel good" auf und ich freu mich ... wie man sich eben so freut, wenn man dem Knast gerade noch mal so entgangen ist.
Ein besonderer Dank geht hier an Grobi und Herrn P., welche mir gestern Abend abwechselnd telefonisch bzw. persönlich Mut zugesprochen haben, und mir versichert haben, daß sie mich in jedem Fall besuchen würden und mir gegebenenfalls auch eine Feile in den Marmorkuchen gebacken hätten.
Ein chlorfrei gebleichter Umschlag im DL-Format liegt da unmotiviert auf dem Bürotresen ... ok, denke ich also, Ruhe bewahren, nicht aufregen. Sicher wollen die dir nur mitteilen, daß sich irgendeine Adresse geändert hat. Während ich mir also noch Mut zuspreche öffne ich zitternd den Umschlag ... und es trifft mich wie ein Paukenschlag. Vor meinem geistigen Auge ergeben sich Bilder von schwedischen Gardinen, von gestreiften unförmigen Hemden, ich denke über meine künftigen Zellengenossen nach und mache mir Mut, indem ich denke: was Paris Hilton schafft, schaffe ich auch.
Worum es in dem Brief ging ist eigentlich unwichtig. Wichtig ist die Tatsache, daß ich mich total verrückt gemacht habe, wie das nun mal meine vollkommen übertriebene Art ist. Ich habe die gesamte Nacht im Geiste Verteidigungsreden formuliert, um heute Morgen geläutert und voller Schuldgefühle zu Kreuze zu kriechen ... um dann gesagt zu bekommen: "Ok, Frau Schlepp, halb so schlimm, sie reichen das nach ... schöntachauch!" - "Wie? Ich muß nicht ins Gefängnis?" - *stutzt* - *hatskapiert * - Vollkommen erleichtert wälze ich mich imaginär rücklings auf der Wiese, mein geistiges Ohr ruft den Song "I feel good" auf und ich freu mich ... wie man sich eben so freut, wenn man dem Knast gerade noch mal so entgangen ist.
Ein besonderer Dank geht hier an Grobi und Herrn P., welche mir gestern Abend abwechselnd telefonisch bzw. persönlich Mut zugesprochen haben, und mir versichert haben, daß sie mich in jedem Fall besuchen würden und mir gegebenenfalls auch eine Feile in den Marmorkuchen gebacken hätten.
schlepp - 18. Jan, 21:47
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