Intersex in Dosen
Eigentlich wollte ich ja einen besinnlichen Jahresrückblick verfassen (jawoll, ich steh drauf), auch ein paar gute Vorsätze waren angedacht (gleich dreimal mehr). Stattdessen bin ich über einen Beitrag in der Planetopia Sendung vom vorletzen Sonntag gestolpert. Herrje, da sitz ich ... starre gebannt auf den Computer und freue mich, einige meiner Geschlechtskommilitonen auf dem Bildschirm zu sehen, da drängt sich eine fiese Ärztin dazwischen und b-e-h-a-u-p-t-e-t ... jawohl, wir schreiben das Jahr 2007, sie behauptet also, es sei besser, ein Kind mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen gleich zu operieren, um es vor psychischen Schäden zu bewahren. *jöööööööööööööörxxxxxxxxxx* ... mir schwillt der Kamm, die Augäpfel lugen hervor.
Herr P., als einzig greifbares Lebewesen, mußte dran glauben und sich einen meiner kleinen Privatvorträge anhören. Er röchelt hilflos, ... , aber ... du ... bist doch gar nicht als Kind ... "operiert worden?", nein, das nicht, aber ich bin zum Schweigen verdonnert worden und das ... verflucht nochmal, hört mich jemand, ist auch verdammt beschissen.
Wieso glauben die eigentlich immer, erstmal das Kind unbeschadet aufwachsen lassen ... und dann mal sehen, als Erwachsener wird man dann schon damit zurecht kommen. Wieso drücken sich erwachsene Menschen vor der Verantwortung ein Kind so zu erziehen, wie es eine moderne Gesellschaft möglich machen könnte.
Damals, Ende der 60er Jahre, ja da kann man vielleicht noch nachvollziehen, warum Kinder wie ich für dumm verkauft wurden, warum man ihnen Geschichten von verkrüppelten Eierstöcken erzählt hat. Aber heute ... 40 Jahre später? Ist ja nicht so, als würde ich nicht wissen, daß Ärzte heute immer noch sodenken erzogen werden, aber es macht mich doch immer mal wieder sprachlos, und betroffen ... und auch wenn ich hier jetzt nicht zum kleinen Wettkampfzwitter mutiere, ist dies ein wichtiger Teil meines Lebens. Immer wieder ... in kleinen Dosen.
Herr P., als einzig greifbares Lebewesen, mußte dran glauben und sich einen meiner kleinen Privatvorträge anhören. Er röchelt hilflos, ... , aber ... du ... bist doch gar nicht als Kind ... "operiert worden?", nein, das nicht, aber ich bin zum Schweigen verdonnert worden und das ... verflucht nochmal, hört mich jemand, ist auch verdammt beschissen.
Wieso glauben die eigentlich immer, erstmal das Kind unbeschadet aufwachsen lassen ... und dann mal sehen, als Erwachsener wird man dann schon damit zurecht kommen. Wieso drücken sich erwachsene Menschen vor der Verantwortung ein Kind so zu erziehen, wie es eine moderne Gesellschaft möglich machen könnte.
Damals, Ende der 60er Jahre, ja da kann man vielleicht noch nachvollziehen, warum Kinder wie ich für dumm verkauft wurden, warum man ihnen Geschichten von verkrüppelten Eierstöcken erzählt hat. Aber heute ... 40 Jahre später? Ist ja nicht so, als würde ich nicht wissen, daß Ärzte heute immer noch so
schlepp - 28. Dez, 20:07
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