Verwirrte Katzensitter
Weil ich ja so krank bin und mein leises unverständliches Krächzen wohl das Wort "Computer" ergeben haben, hat mir der liebe Herr P. eben den Computer ans Bett gebracht. So sitze ich also hier, ganz Hollywoodmäßig halb aufrecht im Bett. Ich fühle mich immer noch schlapp, die Halsschmerzen sind allerdings wesentlich erträglicher geworden. Prophylaktisch hab ich meinen Chef schon mal darauf vorbereitet, daß es sein kann, daß ich morgen möglicherweise nicht arbeitsfähig bin. Da wir derzeit arbeitstechnisch überlastet sind, zeigte der sich wenig verständnisvoll und ich bekam nur ein kurzes Statement mit seinen Initialen zurück, sehr geschäftlich und frei nach dem Motto "Du mußt es wissen!" - Mein angeborener Reflex alles persönlich zu nehmen sorgt hierbei für ein ausreichend schlechtes Gewissen. Macht nix, krank ist krank. Ich kann da ja wohl nix dafür. Sollte ich jemals Chefin sein (was eh nie passieren wird) so merke ich mir, egal wie genervt ich bin, ich versuche mir immer ein "Gute Besserung" herauszuknödeln. Mir erscheint es jedenfalls vernünftig nach drei Wochen rumgedaddel mit den Viren, es dieses Mal endlich auszukurieren. So, jetzt hab ichs aber mal gesagt, gell.
Freitag Abend war sehr kurios. Ich hatte ja mal wieder Katzendienst bei den Nachbarn. Ich bekam bereits am Tag den Schlüssel in den Briefkasten geworfen, es war also abgemacht, daß ich am Freitag Abend nach den beiden Stubentigern schauen gehe. Ich betrete also zielsicher die Wohnung ... was sehe ich da, die Katzen haben bereits zu fressen, die Wohnung ist geheizt, auf dem Telefontischchen liegen Schlüsselbund und Portemonnaie. Aaaargh, Schlepp gerät in Panik, Peinlichkeit hoch 10. Ich ... öffne eine fremde Wohnung und der Hausherr scheint zu Hause. Kreisch, hab ich da was nicht richtig verstanden. Donnerstag Abend bei meiner Nachbarin war ich bereits im Fieberwahn. Völlig verunsichert verließ ich eiligst wieder die Wohnung. Am n#chsten Morgen klingele ich vorsichtshalber erstmal, darauf ergibt sich folgende Unterhaltung mit unserem senilen Hausbesitzer:
ruft von oben
"Hallo, iss da jemand? Frau Schlepp, sinnsies?"
stutzt
"Ei, was macht dann die Frau Schlepp da."
Ich schaue nach oben und sage:
"Ei die Frau Schlepp passt auf die Katzen auf, die Nachbarn sind doch nicht da."
Schaut mich völlig verdattert an, reibt sich die Augen:
"Hä, ei sie sinn doch die Frau Schlepp ... versteh isch net ... ei wieso klingele sie dann, nu gehn se doch nei."
Ich versuche zu erklären, daß ich nicht sicher bin ... , ob ...
Er unterbricht mich und meint:
"Ei nu gehn se doch nei, sie hawwes doch so ausgemacht!"
Da hat er eigentlich recht.
Naja, der Vorfall vom Freitag ist noch nicht endgültig geklärt, ich werde da wohl nochmal nachhaken müssen. Bis dahin. Einen schönen Sonntag allerseits.
Freitag Abend war sehr kurios. Ich hatte ja mal wieder Katzendienst bei den Nachbarn. Ich bekam bereits am Tag den Schlüssel in den Briefkasten geworfen, es war also abgemacht, daß ich am Freitag Abend nach den beiden Stubentigern schauen gehe. Ich betrete also zielsicher die Wohnung ... was sehe ich da, die Katzen haben bereits zu fressen, die Wohnung ist geheizt, auf dem Telefontischchen liegen Schlüsselbund und Portemonnaie. Aaaargh, Schlepp gerät in Panik, Peinlichkeit hoch 10. Ich ... öffne eine fremde Wohnung und der Hausherr scheint zu Hause. Kreisch, hab ich da was nicht richtig verstanden. Donnerstag Abend bei meiner Nachbarin war ich bereits im Fieberwahn. Völlig verunsichert verließ ich eiligst wieder die Wohnung. Am n#chsten Morgen klingele ich vorsichtshalber erstmal, darauf ergibt sich folgende Unterhaltung mit unserem senilen Hausbesitzer:
ruft von oben
"Hallo, iss da jemand? Frau Schlepp, sinnsies?"
stutzt
"Ei, was macht dann die Frau Schlepp da."
Ich schaue nach oben und sage:
"Ei die Frau Schlepp passt auf die Katzen auf, die Nachbarn sind doch nicht da."
Schaut mich völlig verdattert an, reibt sich die Augen:
"Hä, ei sie sinn doch die Frau Schlepp ... versteh isch net ... ei wieso klingele sie dann, nu gehn se doch nei."
Ich versuche zu erklären, daß ich nicht sicher bin ... , ob ...
Er unterbricht mich und meint:
"Ei nu gehn se doch nei, sie hawwes doch so ausgemacht!"
Da hat er eigentlich recht.
Naja, der Vorfall vom Freitag ist noch nicht endgültig geklärt, ich werde da wohl nochmal nachhaken müssen. Bis dahin. Einen schönen Sonntag allerseits.
schlepp - 4. Nov, 18:39
einsortiert unter: Katzenbrocken
die_ginny - 4. Nov, 20:29
Merkwürdig! Waren denn Schlüsselbund und Portemonnaie beim 2. Besuch der Wohnung nicht mehr auf dem Telefontischchen?
antworten
schlepp - 5. Nov, 11:32
Naja, ehrlichgesagt schon ... Ich nehme an, ich war wohl etwas paranoid. Was aber noch nicht geklärt ist, warum die Miezen volle Näpfe hatten, die futtern nämlich immer gleich alles auf. Naja, ein Gespräch wird in diesem spannenden Fall von Katzensitterparanoia möglicherweise Licht ins Dunkel bringen ;-)








