Männer im Tabellenformat
Angeregt durch einen Beitrag im Nachbarblog über männliches Gebaren im Allgemeinen und Geschlechterklischees im Besonderen fallen mir als Männer-WG erfahrener Superbraut so einige Anekdoten ein, die ich hier einmal übersichtlich gegliedert zum Besten geben möchte:
Bachelor Nr. 1
Ort: München
Zeit: Anfang der 90er Jahre
Status: Zweck-Mitbewohner
Codename: Zwidawurz
Gefunden habe ich diese Wohnung wie die meisten meiner Behausungen über eine Zeitungsanzeige. Die Wohnung hat mich fasziniert. Sie befand sich im 8. Stock eines 60er-Jahre Mehrparteienmietshauses mit einem sensationellen Ausblick über ganz München und die Alpen (bei Fön). Über den Mitbewohner habe ich zunächst hinweggesehen ... nun besteht ja schon seit jeher zwischen den den damals eher schwarzgekleideten Architekturstudenten und den holzfällerbehemdeten Studenten des Bauingenieurwesens (seine Zunft) ein Unfrieden, wie er sonst nur zwischen Frankfurt vs. Offenbach bzw. Köln vs. Düsseldorf zu erwarten ist. Gleiches bezog sich zuletzt auch auf unsere Mitbewohnerschaft.
Höhepunkt: Er legte mir ein Stück Käse in mein Zimmer, während ich mich in einem mehrwöchigen Urlaub befand. Lecker. (So a Sau)
Nach nur einem Jahr räumte ich das Feld.
Bachelor Nr. 2
Ort: München
Zeit: Mitte der 90er Jahre
Status: Lebensabschnittsbegleiter
Codename: Howard Carpendale
Zog direkt von seiner Mami in unser gemeinsames Heim. Auf nur 47 Quadratmetern richteten wir uns ein Leben ein, wie es sonst nur sehr erwachsene Menschen haben. Alles war sehr gemütlich. Alles war sehr schön. Friede. Freude. Eierkuchen. Doch mit 27 ereilte mich die erste Midlife-Krise meines Lebens. War das schon alles? Kann doch nicht sein. Ich schlug kurz um mich, dann alles kurz und klein, befreite mich aus den viel zu früh angelegten Fesseln und startete in eine neues Leben. An unsere gemeinsame Zeit habe ich aber auch viele positive Erinnerungen.
Bachelor Nr. 3
Ort: Berlin
Zeit: Frisches 21. Jahrhundert
Status: Mitbwohner + guter Freund
Codename: Kollech
Mit zunächst nur einem Mietauto voller Kram zog ich irgendwann im Frühjahr in die Hauptstadt. Er suchte nach einer Mitbewohnerin unter 30, ich war schon 32 ... schrieb ihm also, daß ich mich höchstens benehme wie 29 1/2. Das hat gereicht. Wir haben eine sehr lustige Zeit miteinander verbracht, oft gekocht, den Freundeskreis geteilt, Partys gefeiert, tonnenweise Kohle in den 4. Stock geschleppt ... das schönste: in all dieser Zeit kam es nie zum Austausch irgendwelcher Körperflüssigkeiten.
Bachelor Nr. 4
Ort: Frankfurt
Zeit: seit 2004
Status: Liebhaber, Freund, zukünftiger Ehemann
Codename: Herr P.
Tja, hier sind wir im heute und jetzt angekommen. Außer daß wir Tisch + Bett teilen ist Herr P. auch mein bester Freund, mit dem ich über alles reden kann, der mir ordentlich kontra gibt und mit dem ich minutenlang diskutieren und stundenlang am Mainufer sitzen kann. Nirgends kann man so schön das männliche Grundverhalten studieren wie bei meinem geliebten Dreibein. Es gibt nix schöneres als an der Arbeit angerufen zu werden und über die Planung eines schönen Essens in unserer gemütlichen Altbauküche zu beraten. Wir lieben uns mit all unseren Macken ... und wer uns kennt hat in etwa eine Vorstellung davon, daß das manchmal eine Herausforderung sein kann ;-)
Abschließend möchte ich noch folgende Gemeinsamkeit anmerken, die mich darauf schließen läßt, daß es sich hier nicht um einen Zufall handeln kann:
Wirklich alle ... ausnahmslos alle meiner männlichen Roommates hatten eine Gemeinsamkeit. Sie neigten zur Vorratshaltung im Badezimmer. Mindestens 3 Deodorantdosen des gleichen Typs müssen es schon sein, in Benutzung sind selbstverständlich alle gleichzeitig. Und wenn dann mal eine leer ist, landet sie nicht etwa im Müll, neeein, sie bleibt dort so lange stehen, bis ich sie irgendwann dem Recycling-Kreislauf zuführe. Komische Angewohnheit. Gibt es dafür eine Erklärung?
Bachelor Nr. 1
Ort: München
Zeit: Anfang der 90er Jahre
Status: Zweck-Mitbewohner
Codename: Zwidawurz
Gefunden habe ich diese Wohnung wie die meisten meiner Behausungen über eine Zeitungsanzeige. Die Wohnung hat mich fasziniert. Sie befand sich im 8. Stock eines 60er-Jahre Mehrparteienmietshauses mit einem sensationellen Ausblick über ganz München und die Alpen (bei Fön). Über den Mitbewohner habe ich zunächst hinweggesehen ... nun besteht ja schon seit jeher zwischen den den damals eher schwarzgekleideten Architekturstudenten und den holzfällerbehemdeten Studenten des Bauingenieurwesens (seine Zunft) ein Unfrieden, wie er sonst nur zwischen Frankfurt vs. Offenbach bzw. Köln vs. Düsseldorf zu erwarten ist. Gleiches bezog sich zuletzt auch auf unsere Mitbewohnerschaft.
Höhepunkt: Er legte mir ein Stück Käse in mein Zimmer, während ich mich in einem mehrwöchigen Urlaub befand. Lecker. (So a Sau)
Nach nur einem Jahr räumte ich das Feld.
Bachelor Nr. 2
Ort: München
Zeit: Mitte der 90er Jahre
Status: Lebensabschnittsbegleiter
Codename: Howard Carpendale
Zog direkt von seiner Mami in unser gemeinsames Heim. Auf nur 47 Quadratmetern richteten wir uns ein Leben ein, wie es sonst nur sehr erwachsene Menschen haben. Alles war sehr gemütlich. Alles war sehr schön. Friede. Freude. Eierkuchen. Doch mit 27 ereilte mich die erste Midlife-Krise meines Lebens. War das schon alles? Kann doch nicht sein. Ich schlug kurz um mich, dann alles kurz und klein, befreite mich aus den viel zu früh angelegten Fesseln und startete in eine neues Leben. An unsere gemeinsame Zeit habe ich aber auch viele positive Erinnerungen.
Bachelor Nr. 3
Ort: Berlin
Zeit: Frisches 21. Jahrhundert
Status: Mitbwohner + guter Freund
Codename: Kollech
Mit zunächst nur einem Mietauto voller Kram zog ich irgendwann im Frühjahr in die Hauptstadt. Er suchte nach einer Mitbewohnerin unter 30, ich war schon 32 ... schrieb ihm also, daß ich mich höchstens benehme wie 29 1/2. Das hat gereicht. Wir haben eine sehr lustige Zeit miteinander verbracht, oft gekocht, den Freundeskreis geteilt, Partys gefeiert, tonnenweise Kohle in den 4. Stock geschleppt ... das schönste: in all dieser Zeit kam es nie zum Austausch irgendwelcher Körperflüssigkeiten.
Bachelor Nr. 4
Ort: Frankfurt
Zeit: seit 2004
Status: Liebhaber, Freund, zukünftiger Ehemann
Codename: Herr P.
Tja, hier sind wir im heute und jetzt angekommen. Außer daß wir Tisch + Bett teilen ist Herr P. auch mein bester Freund, mit dem ich über alles reden kann, der mir ordentlich kontra gibt und mit dem ich minutenlang diskutieren und stundenlang am Mainufer sitzen kann. Nirgends kann man so schön das männliche Grundverhalten studieren wie bei meinem geliebten Dreibein. Es gibt nix schöneres als an der Arbeit angerufen zu werden und über die Planung eines schönen Essens in unserer gemütlichen Altbauküche zu beraten. Wir lieben uns mit all unseren Macken ... und wer uns kennt hat in etwa eine Vorstellung davon, daß das manchmal eine Herausforderung sein kann ;-)
Abschließend möchte ich noch folgende Gemeinsamkeit anmerken, die mich darauf schließen läßt, daß es sich hier nicht um einen Zufall handeln kann:
Wirklich alle ... ausnahmslos alle meiner männlichen Roommates hatten eine Gemeinsamkeit. Sie neigten zur Vorratshaltung im Badezimmer. Mindestens 3 Deodorantdosen des gleichen Typs müssen es schon sein, in Benutzung sind selbstverständlich alle gleichzeitig. Und wenn dann mal eine leer ist, landet sie nicht etwa im Müll, neeein, sie bleibt dort so lange stehen, bis ich sie irgendwann dem Recycling-Kreislauf zuführe. Komische Angewohnheit. Gibt es dafür eine Erklärung?
schlepp - 26. Jan, 15:14
einsortiert unter: Beziehungsfetzen








